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Wir führen gemeinsam ein gottgeweihtes
Leben in Einfachheit, im Gebet, in der Arbeit und im Studium und sind
dem Herrn durch Maria geweiht, durch die Gelübde der Armut, der
Keuschheit und des Gehorsams, und vor allem durch das Gelübde “Frieden
zu sein” und für den Frieden in der Kirche und der ganzen Menschheit zu
beten, welches unser erstes und ganz besonderes Gelübde ist.
Die Geschichte unserer kirchlichen Familie begann im Jahr 1985, als
einige von uns, nachdem die Muttergottes ihnen mit der Gabe der
Bekehrung und des Friedens begegnet war, den tiefen Wunsch verspürt
haben, das neue Leben, das sie begonnen hatten, im gottgeweihten Leben
weiterzuführen.
Sie wollten mit Maria mitwirken, damit derselbe Weg des Friedens und der
Heilung für viele andere Brüder und Schwestern, die von den
Traurigkeiten der Welt verletzt und auf der ernsthaften Suche nach dem
Frieden sind, offenstehen konnte. Die Gemeinschaft wurde juristisch am
25. März 1987 errichtet, und das erste Haus wurde in Priabona (Vicenza)
am 18. Mai desselben Jahres
eröffnet. Die erste kirchliche Anerkennung in der Diözese von
Sabina-Poggio Mirteto wurde am 25. Dezember 1990 erteilt, und seit dem
25. Dezember 1995, sind wir rechtlich eine “Öffentliche Vereinigung von
Gläubigen”, in der Erwartung, daß wir in Kürze zu einem Institut
Gottgeweihten Lebens diözesanen Rechts werden.
Das Verfahren ist
bereits bei der entsprechenden Behörde des Heiligen Stuhls eingeleitet
worden.
Zur Zeit (2003) sind wir ca. 110 Brüder und Schwestern. Der Herr hat uns
bereits das Geschenk von 11 Priesterweihen gemacht, und weitere Brüder
bereiten sich in Rom und Quixadá (Brasilien) darauf vor. Mehrere
Schwestern absolvieren ebenfalls ein Universitätsstudium der Theologie,
der Philosophie und anderer Wissenschaften, um bei der Ausbildung
mitzuwirken.
Zu den Ehepaaren, die bereits offiziell unserer kirchlichen Familie
angeschlossen sind und unser Charisma in ihrem familiären Alltag leben,
kommen noch viele andere hinzu, die mit dem Ziel der Heiligung von Ehe
und Familie darauf warten, in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden und
bereits in der notwendigen Ausbildung engagiert sind.
Ebenso ensteht eine beträchtliche Gruppe von zölibatären säkularen
Gottgeweiheten, um die Gegenwart der Christen in der Welt im Licht des
Charismas des Friedens zu heiligen.
Die Gemeinschaft hatte von Anfang an ein internationales,
wahrhaft
katholisches Gepräge: Sie besteht zum größten Teil aus Italienern, aber
auch aus Mitgliedern aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Österreich,
Slovenien, der Schweiz, Spanien, Irland, den Vereinigten Staaten, Kanada,
Panama, Neuseeland, der Insel Mauritius, Suedkorea, Brasilien, Kroatien,
Bosnien-Herzegowina, Kamerun, der Tschechischen Republik, aus Rumänien
Polen und Libanon.
Die offiziellen Sprachen sind Italienisch und Englisch.
WIE WIR
LEBEN
Die internen zölibatären Mitglieder teilen
die Erfahrung des gemeinschaftliches Lebens, während die
Säkularmitglieder unsere Spiritualität in dem ihnen eigenen Bereich des
Lebens und des Berufs verwirklichen. Ebenso leben die Ehepaare unsere
Spiritualiät in ihren Familien, mit einer Tageseinteilung, die dem Ehe-und
Familienstand angepasst ist. 
Unser Tagesrhythmus wird vom Gebet
bestimmt, sowohl durch das gemeinschaftliche (die Hl. Messe, das
gesungene monastische Stundengebet, der vollständige hl. Rosenkranz,
spontanes Lobpreisgebet, Anbetung des Kreuzes), als auch durch das
persönliche Gebet, in der Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes, das
Tag und Nacht in unseren Häusern ausgesetzt ist.
In unseren Gemeinschaften wird sorgfältig das Klima des Schweigens und
der Sammlung bewahrt, um den Geist des ununterbrochenen Gebets als Akt
der ständigen Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes zu begünstigen,
denn wir betrachten die Oasen des Friedens als einen großen
Eucharistischen Tabernakel. Die tägliche gemeinsame Rekreation und
Erholung fehlt auch nicht.
Gemäß dem Wunsch Mariens und der Gewohnheit der ersten Christen fasten
wir jeden Mittwoch und Freitag bei Brot und Wasser, es sei denn, daß
besondere Feste auf diese Tage fallen.
Wir verrichten keine bezahlte Arbeit außerhalb der Gemeinschaft, sondern
leben nach dem Evangelium in völligem Glauben und Vertrauen auf die
Göttliche Vorsehung, lieben aber die Arbeit innerhalb unserer Häuser,
materiell als auch intellektuell, als Ausweitung des Gebetes und des
kontemplativen Klimas. Außer den gewöhnlichen Hausarbeiten, der
Landwirtschaft, der künstlerischen Aktivitäten (Musik, Ikonenmalerei usw.)
bleibt die wichtigste Aufgabe, die aus unserem Charisma entspringt, die
Aufnahme, das heißt, die geistliche Begleitung auf einem Weg des
Friedens und der Heilung all derer, die von verschiedenen Formen
geistlicher Armut bedrückt zu uns kommen.
WAS WIR
UNS VORNEHMEN
So wie zu Beginn der Kirche die Apostel, die Jünger und Jüngerinnen des
Herrn, sich im Gebet mit Maria im Zönakel vereinten und mit ihr die Gabe
des Geistes erwarteten, so wollen wir der Kirche von heute dienen, das
heißt dass wir die Erfahrung des Zönakels, in dem wir von Maria im
Hinblick auf ein neues Pfingsten geführt werden, erneut erleben wollen.
Wir wollen mit Maria im Kampf gegen den Bösen mitarbeiten und mit ihr
vom Herrn die Gabe des Friedens erflehen, das heißt die geistliche
Erneuerung der Kirche, für die Bekehrung und die Versöhnung mit Gott von
vielen Herzen, die ohne Frieden sind. Denn der Friede ist eine Gabe des
Herrn, der erfleht, erlitten und in Demut mit anderen geteilt wird.
Daher sind die Charismen unserer Gemeinschaft die folgenden:
DIE FÜRSPRACHE: Das immerwährende an Gott gerichtete Bitten. Im Gebet
und in der Aufopferung unseres Lebens, um von Gott die Gabe des Friedens
zu erlangen.
DIE SÜHNE: Wir möchten eine Verantwortung gegenüber der Welt, die es zu
retten gilt, leben und deshalb die Lasten der anderen tragen, indem wir
die Sünden und die Krankheiten unserer Brüder und Schwestern auf uns
nehmen und uns so mit Jesus und Seiner Mutter vereinen, durch ein
einfaches Leben, das von Buße und Aufopferung gekennzeichnet ist.
DIE AUFNAHME: Wir möchten den gleichen Weg des Friedens, auf dem uns
Maria führt, all denen anbieten, die auf der ernsthaften Suche nach dem
Evangelium des Friedens sind und leiden, weil sie durch so viele Wunden
und vom Schmerz der Gottesferne verwundet sind.
Daher ist unsere Gemeinschaft keine Klausur und nicht abgeschlossen,
sondern sie ist offen für die Aufnahme und bietet die Möglichkeit einer
Teilnahme an unserem gesamten Leben.
Wir sind aber auch in einigen missionarischen Aktivitäten außerhalb der
Gemeinschaft engagiert, wie Momente des Zeugnisses und der
Evangelisierung, wobei wir Volksmissionen bevorzugen.
Unsere kirchliche Familie fühlt sich ebenfalls zu einer ständig
wachsenden Einbeziehung der Ökumenischen Bewegung, im Gebet und in der
Tat berufen. Dabei ist unser Blick besonders auf die verehrten Kirchen
des Ostens gerichtet.
Wir möchten nicht nur an der geistigen Erneuerung der Kirche mitwirken,
sondern auch an der kulturellen Erneuerung der ganzen Gesellschaft,
indem wir persönliche und gemeinschaftliche Lebensbereiche anbieten, in
denen die ganzheitliche Wiederaufnahme der übernatürlichen Dimension zu
einer Wiederfindung der natürlichen Rhythmen und der menschlichen und
christlichen Werte (im Bereich der sozialen Beziehungen, der Arbeit, der
Sexualität) führt, damit der Glaube lebendige Kultur werden kann. Wir
wollen eine gesündere Lebensweise anbieten, die dem Menschen gerecht
wird und in der die Person in ihrer Gesamtheit gemäß der ursprünglichen
Wahrheit wiedergewonnen werden kann, in Harmonie und im Frieden mit Gott,
mit den Menschen und mit der ganzen Schöpfung.
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